Gründliche Rauchzeichen

Gründliche Rauchzeichen

Posted by: on Sep. 12, 2016 | No Comments

Im Magazin Cigar ist die Zigarre manchmal nur ein Vorwand, um an den Rauchschwaden des Lebens vorbei über etwas ganz anderes zu reden. In der aktuellen Ausgabe zum Beispiel über Traumautos. Ich habe davon meine eigenen Vorstellungen, aber leider nicht das Kleingeld, um den schicken Wagen bei Herrn Emrich in Stuttgart zu bestellen. Denn sein Angebot richtet sich nur an eine exklusive Kundschaft, die ein Auto möchte, das es überhaupt noch nicht gibt. Deshalb gibt es so ein Auto auch noch gar nicht. Aber das Porträt existiert. Es trägt den Titel «GRÜNDLICH TRÄUMEN».

Soziale Roboterlyrik

Soziale Roboterlyrik

Posted by: on Juni 29, 2016 | No Comments

Ab und zu attestiert mir jemand bei LinkedIn die Kompetenz «Digitale Medien». Das tut mir immer ein bisschen weh, weil das zwar gut gemeint ist, aber auch hohl. Alle Medien – junge, alte, digitale wie analoge, sind Werkzeuge der Kommunikation, Medien eben, die zum Glück niemand allein beherrscht. Jedenfalls nicht unabhängig vom Publikum. Facebook zum Beispiel ist als eindimensionaler Zeitvergeuder einerseits recht asozial, wenn ich mir diesen belasteten Begriff so unbedarft erlauben darf. Allerdings besuche ich diese lustige Arena trotzdem gern, wegen der guten Gespräche. Deshalb ist auch das einst brotlose Dichten ein zukunftsträchtiges Gewerbe. Und ich bin im Zweifelsfall immer für den guten alten Post-it-Zettel. Oder für die Gartenpost auf Papier. Sie auch? Vielen Dank.

Unendliche Weiten

Unendliche Weiten

Posted by: on Mai 23, 2016 | No Comments

Für das Magazin der Universität Zürich durfte ich fünf junge Physiker an der UZH treffen. Sie forschen an ungemein abgefahrenen Sachen wie Sternenstaub, Rotverschiebungen oder Dunkler Materie. Ihre Labors befinden sich oft an magischen Orten wie dem Teilchenbeschleuniger unterhalb von Genf, dem Xenon-Labor im Gran Sasso Stollen oder in der Agglo von London. Der Laie kommt da schnell an die Grenzen seines Wissens, deren Verschiebung ja auch die Forschenden antreibt. «Faszinierend», würde Spock sagen. Trotz abgespacter Arbeitsfelder haben alle fünf gescheiten Köpfe aber die Füsse voll auf dem Boden.