Unendliche Weiten
Für das Magazin der Universität Zürich durfte ich fünf junge Physiker an der UZH treffen. Sie forschen an ungemein abgefahrenen Sachen wie Sternenstaub, Rotverschiebungen oder Dunkler Materie. Ihre Labors befinden sich oft an magischen Orten wie dem Teilchenbeschleuniger unterhalb von Genf, dem Xenon-Labor im Gran Sasso Stollen oder in der Agglo von London. Der Laie kommt da schnell an die Grenzen seines Wissens, deren Verschiebung ja auch die Forschenden antreibt. «Faszinierend», würde Spock sagen. Trotz abgespacter Arbeitsfelder haben alle fünf gescheiten Köpfe aber die Füsse voll auf dem Boden.
Alles andere ist Wurst
Die unsichtbare Hand, die alles lenkt, muss Wurstfinger haben. Anders ist es nicht zu erklären, was in diesem Mai so wonnig zusammen passt. Die neueste Ausgabe der Satirepostille Nebelspalter nimmt die gehobene Küche auf die Schippe: 16 Seiten für Besseresser. In der Gastrofachzeitschrift Salz & Pfeffer dagegen wird zeitgleich die Cervelat prominent gewürdigt. In beiden Heften aber durfte derselbe Autor je eine Seite beisteuern. Die Schweinswurst kommt ebenfalls zweimal vor. Zufall? Nein, Tatsache! Hier der Ignorant Bruno de Cervelat und da das heisse «Grill»-Ding im Pfeffer. Alles andere ist eh Wurst.
Zwei Dinge und andere Spalten
Eine Zeit lang hatte ich Mühe mit dem Begriff Kolumne. Wahrscheinlich hat das mit der Aura vieler Kolumnisten zu tun, die ich bewundere. Publizität ist ja immer zweischneidig. Nun aber habe ich aufs Wochenende ein paar Spalten im Schreibgarten gebüschelt und in der Rubrik Kolumnen stichwortartig aufgereiht. Es hat zwei Dinge darunter, Pro und Kontras, Sachliches und Saloppes, also für jeden etwas, und alles kurz und bündig.
