Das leere Blatt im Museum
Im Stapferhaus Lenzburg ist Anfang Monat die neue Ausstellung angelaufen. Überraschenderweise ist auch der Schreibgarten mit einem Beitrag präsent. Es handelt sich zwar nur um ein leeres Blatt Papier, von dem aber immerhin schon Notiz genommen wurde. Persönlich bin ich ja beim besten Willen kein gänzlich unbeschriebenes Blatt mehr. Mit dem dem Füllen der Leere habe ich mich sogar schon journalistisch auseinandergesetzt. Der Titel der Ausstellung in Lenzburg jedoch lautet «Heimat. Eine Grenzerfahrung.» Und davon können wir ja auch ein Liedchen singen. Vielleicht gemeinsam wieder mal, etwa am Nationalfeiertag? Das wäre schön.
Hirnforschung in Affoltern am Albis
Mein Arbeitsjahr 2017 begann mit einer emotionalen Autofahrt nach Affoltern am Albis. Das Ziel des Termins in der Woche 1 war eine Aussenstelle des Kispis, das Rehabilitationszentrum für Kinder. Dort sprach ich mit der Neuropsychologin Anne-Laure Mouthon, die den Tiefschlaf von hirnverletzten Kindern während der Rehabilitation erforscht. Eine ihrer Patientinnen war die vierjährige Jana, die nach einem Hirnschlag tapfer wieder reden und gehen lernte. Ein sonniges Beispiel, das Mut macht. Der Artikel erschien unter dem Titel «Ein Fenster zum Kinderhirn» im aktuellen Magazin der Universität Zürich.
Aktionen am Aschermittwoch
Max Goldt schrieb einmal, der Kater sei für das Schreiben ein fruchtbarerer Boden als der Rausch. Sinngemäss meinte er dies, denn ich zitiere aus dem Gedächnis. Jedenfalls habe ich den Sprachkünstler genau so verstanden, beim Lesen. Hape Kerkeling dagegen sang 1991 am Fernsehen live und wunderschön, dass das Leben aus Raten bestehe. Bei allem Respekt vor dem Showbiz habe ich diese Botschaft inhaltlich noch nicht völlig begriffen. Aber mein Gefühl sagt mir schon, dass beide recht haben. Jeder auf seine Art. Jedenfalls ist jetzt fertig lustig, wir haben zu tun.
