Lustiges Lagerleben
Die Auslandschweizer-Organisation ASO feierte auf dem Bundesplatz in Bern kürzlich ihr 100-Jähriges Bestehen. Der Jugenddienst richtete für das Jubiläum ein hübsches Sommerprogramm an, bei dem fast 150 Jugendliche in vier verschiedenen Lagern zwei Wochen lang quer durch die Schweiz zogen. Ich durfte eine kleine Kulturgruppe via Estavayer, Delémont, Aarburg, Luzern, Rütli und Vitznau nach Bern führen. Und wir wurden auf unserem Trip erfreulicherweise praktisch ohne Unterbruch von diversen Massenmedien begleitet. Schön war’s.
Saure Gurkenpause
Man kann ja fast alles herbeischreiben. Zum Beispiel Ferien. Stellt euch vor, was fünf schlichte Worte an Glücksduschen auslösen können: „Eleuthera, Chermignon, Teheran – zwei Monate.“ Dagegen ist eine Ignorantin wie Frau Müller natürlich komplett selber schuld, wenn sie es nicht schafft, sich im Jahr eine einzige Pause zu erkämpfen. Im Übrigen verbringe ich Teile meiner Sommerferien mit Jugendlichen aus dem Ausland. Und mache gleichzeitig eine Rauchpause. Also: Sei kein Kamel und mach schön Ferien!
Etwas tun in düsteren Zeiten
Die politische Grosswetterlage ist in letzter Zeit schwammiger geworden, schlimme Ereignisse werfen viele Fragen auf. Soll man jetzt nach Paris reisen? Oder ganz sicher nicht? Besser wird es ja kaum, was manchem Weltenbürger aufs Gemüt schlägt. Aber muss deshalb der kleine Ignorant von der Strasse in diesem Krieg mitkämpfen? Hat er nicht Besseres zu tun? Und ist es hilfreich, wenn Zeitungen ein paar Körnchen Good News zwischen die Sensationsbilder streuen? Die Antwort auf all diese Fragen ist ein deutliches Jein. In düsteren Zeiten sorge jedes eifrig für etwas Helle in seiner Umgebung. «Business as usual» also, unaufgeregt und zuverlässig. Beispiele gefällig? Aber gerne: Studentische Nothilfe, entspannte Medienarbeit, leichtverdauliche Satire. Oder meinetwegen Mentalreisen, die sind zwar wild, aber fast ohne Risiko.
