Bored im Bundeshaus (Spoken Word Quarterly)

Bored im Bundeshaus (Spoken Word Quarterly)

Posted by: on Apr. 11, 2015 | No Comments

Qualität und Produktivität gehören ja neben der Diät zu den Top-3-Wörtern mit @ am Schluss. Wenn man diese ät-Trinität aber miteinander verquirrlt, wird es interessant: Soll man möglichst viele Diäten stemmen oder eher nur eine, dafür eine wirklich gute? Sind zwei miserable Diäten gesünder als eine Sosolala-Schonkost? Was bleibt, wenn wir die Diät jetzt einfach jäten? Und wenn der Umsatz im Schreibwarenhandel wie von selbst dem grenzenlosen Wachstum entgegen strebt, zählt nicht eine einzige hübsche Blüte viel mehr? Zugegeben, die lyrische Ausbeute mag kümmerlich wirken, in Minuten pro Jahr betrachtet. Aber darf man Poesie so nüchtern taxieren? Das waren jetzt ein paar Fragen zu viel, ich weiss. Drum kurz noch drei trockene Facts: 1. Auf der Plattform spoken-word.ch kann man neu Geschichten von Dichtern downloaden. Zum Preis von ca. 1 Franken pro Minute Hörerlebnis. 2. Der Schreibgarten-Newsletter hat einen Rhythmus gefunden und erscheint vierteljährlich. Hier bitte einschreiben, danke! 3. heisst es am Sonntagabend, 26. April um 20 Uhr ReadMe im Bundeshaus zu Wiedikon. See you!

Swiss Mystery: Der Spuk ist vorbei

Swiss Mystery: Der Spuk ist vorbei

Posted by: on Feb. 17, 2015 | No Comments

Es kann in jedem Garten passieren: Plötzlich geht ein blaues Fenster auf und ein Geist klopft ans Gartentor. Und dann knarrt es immer ganz grässlich. So durfte ich mich für die Rubrik „Swiss Mystery“ von Bluewin im grusligen Storytelling üben. Die Fäden zog dabei ein Meister des Ghostwriting, der Geistschreiber himself. Wie es sich für Spukgeschichten ziemt, ist die Autorenschaft der Texte kunstvoll verschleiert. Bei den Folgen über Kollege Kuoni, das Psychobüsi, das Spuksantorium und den Luzerner Lokalteufel «Türst» ist aber ein Schatten der Schreibgärtnerfeder erkennbar. Nun ist mit dem letzten Schweizer Seedrachen leider auch die Serie vom Bildschirm verschwunden. Lautlos, obwohl das schreckliche Ende zu erahnen war. So bleiben die Geschichten im Internetfriedhof begraben, bis sie ein Geisterjäger wieder aufschreckt.

Gartenpost und Postkartenfranz

Gartenpost und Postkartenfranz

Posted by: on Nov. 19, 2014 | No Comments

Ab und zu trudeln hier Emails ein, die mir anbieten, für redaktionelle Inhalte auf diesem „gut aktualisiertem Blog“ ein paar Euro zu bezahlen. Pflichtbewusst antworte ich jeweils postwendend und persönlich, dass hier nur Eigenwerbung wuchere und dass der Schreibgarten ausserdem nicht so billig sei. Der gute Franz ist eine Ausnahme. Für seinen Postkartenservice, der im Dezember in die dritte und letzte Saison geht, mache ich gerne Werbung. Franz hat die rote Tinte ausgepackt und musste für einen geordneten Ausstieg aus dem Startup leider die Gebühren erhöhen. Aber so wie ich ihn kenne, ist die Abschreckungsbotschaft ironisch gemeint. Jetzt oder nie mehr: Bis Ende Jahr kann man das Postkartenabo vom Franz noch bestellen! Wer das gute alte Email der Postkarte vorzieht, etwa weil es nichts kostet, kann stattdessen natürlich auch den Newsletter aus dem Schreibgarten abonnieren.