für eine Handvoll Glamour
Die Ignoranten in unserer Gesellschaft werden leider immer ignoriert. Ausser im guten alten Nebelspalter. Das Fachmagazin für Humor hat ein Herz für Randfiguren, und mittlerweile ist schon das Dutzend dieser hübschen Reihe «Die Ignoranten» voll. Irgendwann soll es daraus ein Ignorantenquartett geben. Wer den Top-Trumpf aber vorab kennenlernen möchte, sollte den Nebi abonnieren. Insider schlagen dort zuerst die Seite 57 nach. Alles andere wäre ignorant gebenüber den herzensguten Ignoranten.
Just another turning point of faith
Im Leben einer ketzerischen Windfahne mit katholischem Rückgrat gibt es ja Wendepunkte zuhauf. Trotzdem kommt es nicht jeden Tag vor, dass man um ein öffentliches Gespräch über Gott und die Welt gebeten wird. Und da konnte ich für einmal nicht nein sagen, zumal ich mit der Reformierten Presse sonst ja wirklich nichts am Hut habe. Ausnahmsweise gab ich also ungeschminkt Antworten auf recht heikle Fragen. Was dabei herauskam, steht hier. Das Glaubensgeheimnis bleibt trotz diesem öffentlichen Bekenntnis gewahrt. Das muss ja so sein. Im Übrigen gibt es in den Untiefen der Schreibgartenseele noch viele private Ecken voller Weihrauch, die der Ausleuchtung durch inquisitorische Scheinwerfer der religiösen Propaganda trotzen.
Bored im Bundeshaus (Spoken Word Quarterly)
Qualität und Produktivität gehören ja neben der Diät zu den Top-3-Wörtern mit @ am Schluss. Wenn man diese ät-Trinität aber miteinander verquirrlt, wird es interessant: Soll man möglichst viele Diäten stemmen oder eher nur eine, dafür eine wirklich gute? Sind zwei miserable Diäten gesünder als eine Sosolala-Schonkost? Was bleibt, wenn wir die Diät jetzt einfach jäten? Und wenn der Umsatz im Schreibwarenhandel wie von selbst dem grenzenlosen Wachstum entgegen strebt, zählt nicht eine einzige hübsche Blüte viel mehr? Zugegeben, die lyrische Ausbeute mag kümmerlich wirken, in Minuten pro Jahr betrachtet. Aber darf man Poesie so nüchtern taxieren? Das waren jetzt ein paar Fragen zu viel, ich weiss. Drum kurz noch drei trockene Facts: 1. Auf der Plattform spoken-word.ch kann man neu Geschichten von Dichtern downloaden. Zum Preis von ca. 1 Franken pro Minute Hörerlebnis. 2. Der Schreibgarten-Newsletter hat einen Rhythmus gefunden und erscheint vierteljährlich. Hier bitte einschreiben, danke! 3. heisst es am Sonntagabend, 26. April um 20 Uhr ReadMe im Bundeshaus zu Wiedikon. See you!
