Guete Tag, Guete Tag!
Man kann natürlich jeden Tag x-mal eine neue Platte auflegen. Andererseits gibt es Phasen im Leben, wo man immer wieder die gleiche Melodie spielt. Die Kleinkinderphase ist so eine, und dann ist man als Elternteil mitunter froh um etwas Abwechslung in der Küche. Wer Schweizer Kinderlieder aus den 1970ern hören möchte, als Kontrapunkt zu den Schwiizergoofe vom Coop und diesen Kinderpunkbands, die nicht aufhören können, dem sei das zeitlose Werk «Guete Tag, Guete Tag» empfohlen. Ich war mit meiner grossen Schwö im Mai 1975 auf der Rückseite der Schallplatte abgebildet. Die Originalaufnahmen sind seit kurzem als CD erhältlich. Wo? Nur bei Mama!
Die Sickerpointe im Zeitalter des Isostars
Was tun Unternehmen, wenn sie Neuigkeiten haben, die jetzt nicht unbedingt alle im Dorf erfahren müssen? Es gibt 3 Wege. Entweder sie platzieren die Nachricht auf Seite 19 des 45-seitigen Mediencommuniques. Oder sie publizieren auf gut Glück und hoffen, dass die Nachricht in einer Katastrophe untergeht. Die dritte Taktik ist am wenigsten bekannt, aber einfach nachzuahmen: Man publiziere einen PR-Heuler in der Sonntagspresse am 1. April, wo die Nachricht in der Kakaphonie der sauglatten Pressescherze untergehen wird. Wie Butter an der Sonne.
Leidenschaft für die Glut
Mit 17 musste ich ein Buch lesen, für das ich viel zu jung war. Es war damals schon ein Klassiker der Science Fiction, der von der Realität überrundet wurde. Doch das heisse Stück Literatur hat mich angesteckt. Im Magazin Cigar konnte ich die Erinnerung in einer «Schnellen Nummer» unterbringen. Die magische Zahl steht als Reverenz an Ray Bradbury im Titel der Kolumne: «451° F».
