Ein bisschen wie Ferien in der Kaviarfabrik
Dass ich als Freischaffender Journalist meine Ferien selber finanzieren muss, ist manchmal ärgerlich. Aber die Vorteile der unternehmerischen Freiheit wiegen diesen Nachteil mehr als auf. Im Grunde habe ich in meinen Berufsjahren als Journalist nie zwischen Arbeitszeit und Freizeit unterschieden. Manchmal muss man halt jonglieren, um Privates und Beruf unter einen Hut zu bringen, aber wenn es diese klare Grenze nie gab, ist drüberhüpfen einfacher. Reale Reisen müssen jedoch sein, mit mentalen Kapriolen allein kann man echte Erfahrungen nicht kompensieren. Andererseits bringt auch die digitale Recherche am Desktop handfeste Resultate. Beides brauchte es für diese zwei aktuellen Kostproben, les voilà: Der Besuch bei Frau Köhlers Kaviarfabrik für Salz & Pfeffer und der exemplarisch ausschweifende Ferienpost im Magazin der UZH.
Vergnüglicher Denksport
Aus Publikationen im Dunstkreis der Universität Zürich windet es hier ab und zu besonders dankbare Aufträge herein. Der Schreibgärtner jubelt dann jeweils unbändig, muss sich aber später meistens wahnsinnig anstrengen, damit die Schreibarbeit ebenso vergnüglich gerate. Das geneigte Publikum soll ja spielend etwas dazu lernen. Ob sich die Mühe lohnt, weiss man nie im Voraus. Wer mit der Lektüre zögert, dem wird mit der Illustration ein lustvoller Anreiz serviert. In diesen beiden aktuellen Fällen ist das sehr gelungen, finde ich: Es geht um die Die Lust der Philosophen und das Traurige am Sport.
Spieglein an der Wand
Ich habe heute per Email eine Anfrage erhalten, zu welchen Bedingungen man hier einen Text platzieren könnte. Ich habe kurz geantwortet und dankend abgelehnt, da ich hier der einzige bin, der in meinen Garten schreibt. Das ist ja das Schöne am Schreibgarten. Schön ist auch, dass ich mich mit zumeist harmlosen Sachen beschäftigen darf. Wie für das Dossier des aktuellen UZH Magazins zum Thema «Spieglein an der Wand», wo ich mit dem Psychologen Willibald Ruch über den Sinn fürs Schöne sprach.
