Der Geist aus der Maniokbierschale
Ohne Maniokbier geht im Amazonas gesellschaftlich gar nichts. Das Schlüsselgetränk wird jedem Reisenden offeriert. Dabei ist das westliche Verständnis für Küchenhygiene nach wie vor herausgefordert. Denn traditionell wird das «Spuckebier» mittels Einspeichelung hergestellt. Im Maniokbier stecken aber noch viele weitere kulturelle Missverständnisse, etwa das scheinbar besinnungslose Besäufnis, das sich als Selbstreinigung eines Meistertrinkers entpuppt. Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich hat die Bedeutung des Kultgetränks erforscht. In der Ausstellung zur Wiedereröffnung sind diverse Trinkgefässe und deren Mythen zu entdecken. Dazu erschien im Dossier des neuen UZH Magazins ein Artikel über den Geist des Amazonas.
Man lernt nie aus
Die Weiterbildung ist ein Schwerpukt im aktuellen Journal der Universität Zürich. Ein Teil dieses Fokus ist ein Rundgang im „Haus der Weiterbildung“ der UZH, wo man an einem beliebigen Tag in die unterschiedlichsten Kurse geraten kann, allesamt sehr lehrreich. Die Doppelseite hat übrigens Luca Bartulovic illustriert. Im gleichen Heft hat es einen zweiten Beitrag des Schreibgartens: Ein Porträt der Journalistin Susanne Wille, die ihre Karriere einst in der ZB begann. Die Historikerin ist übrigens weder verwandt noch verschwägert mit den legendären General Wille.
Ein Helvetier an der Uni
Für das Online Magazin der Universität Zürich war ich diese Woche als Berichterstatter im Einsatz. Im weitesten Sinne ging es sogar um Musikkritik, obwohl das sonst nicht mein Fach ist. In diesem Fall fühlte ich mich dazu ein bisschen provoziert, denn der Gastreferent stammt aus einem ganz anderen künstlerischen Universum. Und ich gebe es gern zu: Seit dieser emotionalen Begegnung fühle ich mich meinem lateinischen Kulturerbe wieder ein bisschen näher. Bonus vir semper tiro!
