Parallelwelten der Arbeit
«Was Leute für Geld tun», das Motto der Manifesta 11 ist die Arbeit. Davon gibt es ja immer genug. Die Aufgabe der Kunst ist es, die Gesellschaft geistig in Bewegung zu halten. Das kann man mit groben Mitteln über die Nase tun. Es geht aber auch subtiler, etwa über Hirnwindungen. In der Ausstellung Transactions haben sich Forschende der Universität Zürich mit Szenografen und Künstlern zusammen getan und im Lichthof der Uni Beiträge zum Manifesta-Motto erstellt. Da geht es etwa um Fetische, Flüchtlinge oder die freiwillige Feuerwehr. Wer die Transactions besucht, kann also etwas lernen.
Unendliche Weiten
Für das Magazin der Universität Zürich durfte ich fünf junge Physiker an der UZH treffen. Sie forschen an ungemein abgefahrenen Sachen wie Sternenstaub, Rotverschiebungen oder Dunkler Materie. Ihre Labors befinden sich oft an magischen Orten wie dem Teilchenbeschleuniger unterhalb von Genf, dem Xenon-Labor im Gran Sasso Stollen oder in der Agglo von London. Der Laie kommt da schnell an die Grenzen seines Wissens, deren Verschiebung ja auch die Forschenden antreibt. «Faszinierend», würde Spock sagen. Trotz abgespacter Arbeitsfelder haben alle fünf gescheiten Köpfe aber die Füsse voll auf dem Boden.
Die Kür für Künstler
Zum Glück bin ich kein Künstler. Sonst wäre es meine Pflicht gewesen, zeitig in der Abstimmungspropaganda Farbe zu bekennen. Emil hat das ganz cool getan. Einen Titel mit drei ü hätte das aber nicht gegeben. So darf ich auf den Mitarbeier des Monats März eines anderen Theaters hinweisen: Michael Elsener zeigt Mediengeil. Am Hechtplatz, einem Institut mitten in Europa. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Mehrheit des Schweizer Stimmvolks nicht aus Schafen besteht.
