Daheim in der Fremde
Im Geschäft muss es ja immer schnell gehen. Im Trubel droht manchmal das wichtigste unterzugehen. Woher man kommt, die Wurzeln, das Weihnachtsessen, solche Sachen. Neulich landete mit der Post eine besonders sorgfältig produzierte Broschüre der reformierten Kirche Zürich auf meinem Tisch. Nanu, was habe ich denn mit Zwingli am Hut? Achso, herausgegeben von Käthi Koenig-Siegrist und Professor Peter Opitz. Letzterer ist DER Zwingliforscher an der Uni, und ich durfte ihn einmal fotografieren. Und darum erhält diese Publikation auch ihren gebührenden Platz im Archiv. Amen.
Postkartenfranz eingepackt
Lustig wars, irre und sehr haptisch. Ebenso teuer & treu. Nach drei Jahren fröhlichem Betrieb ist der Postkartenabo-Service also eingestellt.
Franz lebt natürlich weiter, schliesslich ist er der Beweis für die real existierende Fantasie des Weltpostkartentestwesens. Nur weiss leider niemand, wo genau er steckt. Tja, schwer fassbar, der Typ.
Vielleicht schickt er ja wieder mal einen Gruss. So long!
Just another turning point of faith
Im Leben einer ketzerischen Windfahne mit katholischem Rückgrat gibt es ja Wendepunkte zuhauf. Trotzdem kommt es nicht jeden Tag vor, dass man um ein öffentliches Gespräch über Gott und die Welt gebeten wird. Und da konnte ich für einmal nicht nein sagen, zumal ich mit der Reformierten Presse sonst ja wirklich nichts am Hut habe. Ausnahmsweise gab ich also ungeschminkt Antworten auf recht heikle Fragen. Was dabei herauskam, steht hier. Das Glaubensgeheimnis bleibt trotz diesem öffentlichen Bekenntnis gewahrt. Das muss ja so sein. Im Übrigen gibt es in den Untiefen der Schreibgartenseele noch viele private Ecken voller Weihrauch, die der Ausleuchtung durch inquisitorische Scheinwerfer der religiösen Propaganda trotzen.
