Soziale Roboterlyrik
Ab und zu attestiert mir jemand bei LinkedIn die Kompetenz «Digitale Medien». Das tut mir immer ein bisschen weh, weil das zwar gut gemeint ist, aber auch hohl. Alle Medien – junge, alte, digitale wie analoge, sind Werkzeuge der Kommunikation, Medien eben, die zum Glück niemand allein beherrscht. Jedenfalls nicht unabhängig vom Publikum. Facebook zum Beispiel ist als eindimensionaler Zeitvergeuder einerseits recht asozial, wenn ich mir diesen belasteten Begriff so unbedarft erlauben darf. Allerdings besuche ich diese lustige Arena trotzdem gern, wegen der guten Gespräche. Deshalb ist auch das einst brotlose Dichten ein zukunftsträchtiges Gewerbe. Und ich bin im Zweifelsfall immer für den guten alten Post-it-Zettel. Oder für die Gartenpost auf Papier. Sie auch? Vielen Dank.
Abschweifen im Abvent
Wozu ist Twitter gut? Und warum ist alles, was gratis ist, meist auch vörig? Ich weiss es leider auch nicht genau. Der Schreibgärtner ist privat ja dafür bekannt, dass er lieber Fragen aufwirft als Antworten liefert. Und nein, die neuen Medien sind daran nicht schuld. Da wir aber alle von Sensationen leben, gibt es erstmals einen Schreibgarten-Adventskalender. Jeden Tag lauert darin eine kleine Überraschung. Und jedes Törli ist einmalig. Klickklick. Sinnvoll. Einfach so. Viel Spass! Nächstes Jahr gibts dann wieder viele neue Fragen.
Lyrik, Listen, Lohnarbeiten
Das Internet vergisst ja nie etwas. Es soll mir deshalb nie jemand vorwerfen, ich hätte im Januar 2014 nichts Neues verkündet. Also: seit Anbruch des Jahres 2014 zwitschere ich dem Internet ab und zu eine homöopathische Dosis Poesie. Da selbst hochlyrische Spatzen kaum Honorare erhalten, erscheinen hier und hier weiterhin regelmässig Lohnarbeiten aus dem Schreibgarten. Übrigens hat sich die Zahl der geplanten kabarettistischen Auftritte im angefangenen Jahr gerade verdoppelt. Die Listen aber gibt es erst im Titel, da sie nur ein Vorsatz ist. Vorerst.
