Schleichwerbung für eine Schwö und ein Papier
Gestern sagte Monsieur Odier, ein Bankier aus Genf, öffentlich, dass er etwas in einer Zeitung gelesen habe. Er sagte „Papier“, mit Understatement, wie man das halt so sagt, im Welschen. Gemeint war natürlich die NZZ, auch liebevoll die „alte Tante“ von der Falkenstrasse genannt. Am ersten Montag des Monats aber stehe ich oft am Kiosk, weil dann das Folio beiliegt. Und im September habe ich das nicht verpasst, da ich sogar erwähnt wurde, auf Seite 59. Danke, Heidi Happy, danke Folio, für den Stein im Schreibgarten!
Das geheimnisvolle Medium und die Postkarte
Selbst als Insider bleibt es für mich oft ein Rätsel, wie die anderen Medien so funktionieren. Gut, es gibt die Aktualität. Und Medien haben gern einfache Botschaften. Da macht sich einer wie Franz manchmal das Leben selbst schwer, wenn er seine Posts mit multiplen Informationen und Abschweifungen überlädt. Auch seine privaten Postkartenprintprodukte sind im Kern nicht sofort durchschaubar und vielschichtig. Umso besser, wenn aus heiterem Himmel für eine der Postkarteneditionen in der Stilbeilage des stilbildenden Mediums NZZ geworben wird. Eines schönen Sonntags, ohne besonderen Grund, einfach so.
Vom Fach im Folio
Was man nicht alles tut, um ins Impressum des NZZ Folio zu kommen. Als Schreiber vom Fach habe ich mir meine genau so benannte Lieblingsrubrik ausgesucht, wo sich jeweils kuriose Fachausdrücke mit dem Jägerlatein der Hasen unterhalten. Mein Beitrag von der Sammlerbörse ist in der aktuellen Ausgabe zum Thema Matur erschienen. Dazu hätte ich natürlich auch reiflich Geschichten zu erzählen gehabt. Ich lasse stattdessen einfach mal zwei Zitate fallen.
1. «Die Matura ist wie der Tod. Man weiss nicht so genau, was nachher kommt.» (aus dem Musical «Culture yourself», 1995)
2. «Was vor der Matur ist, zählt sowieso nichts.» (ein Landarzt vom rechten politischen Rand beim Verschreiben von Antibiotika zu dem am Knie geschwollenen, noch unreifen Patienten, 1994)
