Wilt versus Neville (eine Art Beifang)
Während den Jahren der Coronapandemie nahm ich aktiv an einem Schreibzirkel teil, dem «Post Pandemic Planet». Es freut mich, dass die Sache nun bei Mutantia auf Spanisch weitergeht. Die Welt dreht sich also postcovid quasi weiter. Persönlich habe ich abgeschlossen mit der Seuche, wobei es ja genug geopolitische Sorgen gibt, die uns erhalten bleiben. Beim Schreiben meiner Demission stolperte ich über die Chamberlains der Geschichte. Vom Briten Neville (1869 – 1940) bleibt das Zitat: «Hitler has missed the bus» und die gescheiterte Appeasementpolitik. Von Wilt (1996 – 1999) dagegen gibt es meines Wissens keine Rekorde mehr. Dafür hat er sogar einem Argument von libertären Ökonomen einen Namen gegeben, eben dem Chamberlain-Argument.
Zu Zwingli gezogen
Zwingli erlebt gerade ein Revival. Für das Magazin der Universität Zürich durfte ich der Frage nachgehen, was vom vielbeschworenen Zwingligeist in Zürich noch zu spüren ist. Meine radikale These, dass Zürich gar keine Zwinglitown mehr ist, geriet dabei ins Bröckeln. Nebenbei habe ich mein polemisches Zwinglibild aufpoliert und den Unterschied zwischen einem Calvin und dem Che gelernt. Im Artikel «Unzimperlicher Pazifist» geht es aber vorab darum, wie der Zürcher Reformator die Bibel auslegte.
