17 Jahre Postcrossing – eine Reflexion vom Franz zu den Vollkosten
Seit dem 19. Dezember 2006 gehöre ich der Postcrossing-Community an. Das Postkartenwesen gehört sicher zu meinen günstigeren Hobbies, wobei es sich auf die Dauer natürlich schon zusammenläppert. Heute Sonntag habe ich mir spontan die realen Auslagen vor Augen geführt, im Sinne einer doppelt geflügelten Buchhaltung. Über den Daumen gepeilt habe ich 2154 Franken und 70 Rappen für Porti und Karten ausgegeben, was einer jährlichen Auslage von ca. 126 Franken 75 entspricht. Horrende Unkosten, könnte man meinen! Aber abgesehen davon, dass ja alles zurück kommt, mit Zins und Zinsenszins, entspricht dies rein zufällig meinem persönlichen Bussenbudget in der Stadt Zureich. Sprich: Mit dem gleichen Betrag könnte ich eine Rotlichtübertretung plus eine einmalige Fahrt im Bus mit Velo ohne Velobillet finanzieren. Also irgendwie scheint trotzdem alles noch im Grünen, nicht? Somit ist die Reflexion auch schon zu Ende, nicht jedoch das Postcrossing, of course.
Gartenpost und Postkartenfranz
Ab und zu trudeln hier Emails ein, die mir anbieten, für redaktionelle Inhalte auf diesem „gut aktualisiertem Blog“ ein paar Euro zu bezahlen. Pflichtbewusst antworte ich jeweils postwendend und persönlich, dass hier nur Eigenwerbung wuchere und dass der Schreibgarten ausserdem nicht so billig sei. Der gute Franz ist eine Ausnahme. Für seinen Postkartenservice, der im Dezember in die dritte und letzte Saison geht, mache ich gerne Werbung. Franz hat die rote Tinte ausgepackt und musste für einen geordneten Ausstieg aus dem Startup leider die Gebühren erhöhen. Aber so wie ich ihn kenne, ist die Abschreckungsbotschaft ironisch gemeint. Jetzt oder nie mehr: Bis Ende Jahr kann man das Postkartenabo vom Franz noch bestellen! Wer das gute alte Email der Postkarte vorzieht, etwa weil es nichts kostet, kann stattdessen natürlich auch den Newsletter aus dem Schreibgarten abonnieren.
