Die Ignoranten ignorieren ihr Ablaufdatum
Es ist zu einem traurigen Running Gag verkommen, dass der Autor der Ignoranten die Deadlines des Nebelspalters eher satirisch interpretiert. Nun aber ist in den Sommerferien etwas Überraschendes geschehen: Die totgeglaubte Serie der Ignoranten, die seit Herbst 2013 Monat für Monat wie ein Uhrwerk aus der primitiven Schweiz erscheint, erhielt unverhofft eine Verlängerung. Früher sagten wir dem das Armenseelenlicht. Der 40. Ignorant in der aktuellen Ausgabe heisst mit Nachnamen Meier-Mengele und sieht aus wie ein Krokodil. Nach dem heutigen Wissensstand ist es nicht der letzte Ignorant, das Reservoir scheint unerschöpflich.
Die ausgezeichnete Elite
Selten wird hierzulande Satire gelobt. Umso mehr soll hier einer ausgezeichneten Arbeit gebührend Platz eingeräumt werden. Es handelt sich um das Erklärbild «Innenleben eines Wutbürgers» des fabelhaften Künstlers Karma, der auch unter seinem bürgerlichen Namen Marco Ratschiller bekannt ist. Herzliche Gratulation! Im aktuellen Nebelspalter ist die Karikatur des Jahres 2016 übrigens auf Seite 51 abgedruckt. Die Frühlingsausgabe des Nebis widmet sich sonst den zeitlosen Themen Elite und Schlaf. Selbstverständlich ist auch eine passende Ignorantin drin. Zum Autosalon sind zudem jede Menge traumhafte Autoskizzen im Heft. Die sieht aber nur, wer dafür bezahlt. Ätsch!
für eine Handvoll Glamour
Die Ignoranten in unserer Gesellschaft werden leider immer ignoriert. Ausser im guten alten Nebelspalter. Das Fachmagazin für Humor hat ein Herz für Randfiguren, und mittlerweile ist schon das Dutzend dieser hübschen Reihe «Die Ignoranten» voll. Irgendwann soll es daraus ein Ignorantenquartett geben. Wer den Top-Trumpf aber vorab kennenlernen möchte, sollte den Nebi abonnieren. Insider schlagen dort zuerst die Seite 57 nach. Alles andere wäre ignorant gebenüber den herzensguten Ignoranten.
