Aufs Ende der Pandemie hin schreiben
Seit Jahr und Tag leben wir mit der Pandemie. Nun hat Romano Paganini dazu einen transatlantischen Briefverkehr eröffnet, um den Weg zu ebnen, wenn die Seuche vorbei ist. Romano ist vor ein paar Jahren nach Südamerika ausgewandert und betreibt in Ecuador den Blog Mutantia.ch. Dort erscheint einmal pro Woche ein Schreiben. Abwechselnd tauschen sich Romano, Markus, Katharina und ich aus. Die Idee der Korrespondenz ist eine Art Rohrpost für den evolutionären Wiederaufbau nach der Pandemie.
Was ist so schlimm am Kapitalismus, Monsieur Ziegler?
Kannibalisch ist unsere Weltordnung, doch sie wird verschwinden wie einst die Feudalsysteme des Mittelalters. Das ist das Mantra von Jean Ziegler, dem ewigen Revolutionär und streitbaren Intellektuellen, der in der Welt ebenso bekannt ist wie Roger Federer. Seit Jahrzehnten schreibt der wohl älteste real existierende Sozialist der Schweiz Buch um Buch gegen den bösen Westen an, unermüdlich. Für das Magazin Cigar durfte ich Professor Ziegler besuchen, zusammen mit dem Fotografen Nijazi Nivokazi. Wir unterhielten uns über Che Guevarra, Greta Thunberg, die UNO und natürlich über sein neustes Buch: «Der Kapitalismus wird implodieren»
