Hirnforschung in Affoltern am Albis
Mein Arbeitsjahr 2017 begann mit einer emotionalen Autofahrt nach Affoltern am Albis. Das Ziel des Termins in der Woche 1 war eine Aussenstelle des Kispis, das Rehabilitationszentrum für Kinder. Dort sprach ich mit der Neuropsychologin Anne-Laure Mouthon, die den Tiefschlaf von hirnverletzten Kindern während der Rehabilitation erforscht. Eine ihrer Patientinnen war die vierjährige Jana, die nach einem Hirnschlag tapfer wieder reden und gehen lernte. Ein sonniges Beispiel, das Mut macht. Der Artikel erschien unter dem Titel «Ein Fenster zum Kinderhirn» im aktuellen Magazin der Universität Zürich.
Ein bisschen wie Ferien in der Kaviarfabrik
Dass ich als Freischaffender Journalist meine Ferien selber finanzieren muss, ist manchmal ärgerlich. Aber die Vorteile der unternehmerischen Freiheit wiegen diesen Nachteil mehr als auf. Im Grunde habe ich in meinen Berufsjahren als Journalist nie zwischen Arbeitszeit und Freizeit unterschieden. Manchmal muss man halt jonglieren, um Privates und Beruf unter einen Hut zu bringen, aber wenn es diese klare Grenze nie gab, ist drüberhüpfen einfacher. Reale Reisen müssen jedoch sein, mit mentalen Kapriolen allein kann man echte Erfahrungen nicht kompensieren. Andererseits bringt auch die digitale Recherche am Desktop handfeste Resultate. Beides brauchte es für diese zwei aktuellen Kostproben, les voilà: Der Besuch bei Frau Köhlers Kaviarfabrik für Salz & Pfeffer und der exemplarisch ausschweifende Ferienpost im Magazin der UZH.
Abgeben macht schlau
Kürzlich hat mein kleiner Bruder Marius eine siebenjährige Doktorarbeit abgeschlossen. Notabene summa cum laude, wo ich mich gern anschliesse. Er hat mir damit brüderlich die Last eines allfälligen akademischen Reüssierenmüssens von den Schultern genommen. Ich bin schon froh, wenn ich kürzere Schreibarbeiten für die Universität rechtzeitig fertig bringe. Wie zum Beispiel diesen Artikel übers Abgeben von Akademischen Arbeiten. Oder der etwas längere Text im UZH Magazin über die Forschung von Philipp Theisohn, der sich mit Ausserirdischen auf der Erde auseinander setzt. Ich fragte ihn natürlich auch, ob die Aliens denn schon hier waren. Die diplomatische Antwort des Professors: «Beweise mir zuerst, dass du selbst keiner bist.» Eine weitere These Theisohns würde ich übrigens auch unterschreiben: Der wirkliche Lohn für unsere Arbeit kommt nicht von dieser Welt.
