Zeit ist nicht nur Geld
Der reiche Kanton Zürich geniesst zurzeit wieder mal Sportferien. Die Kinder haben wir teils zum Skifahren mit den Grosseltern in die Berge geschickt. So können wir mit reduziertem Betrieb etwas zuschaffen. Zwinglianer verschwenden keine Tage mit Fasnacht. Der flexible Kantönligeist hat auch seine Vorteile. So hat eine fast normale gleitende Arbeitswoche im Schreibgarten begonnen, mit einer kleinen Montagsbestellung im Internet. Die Versorgung mit Lebenswichtigem ist schliesslich eine Top-Prio im Unternehmen. Also orderte ich für dreimal nichts eine Publikation aus England. Es ist ein Werk des fast vergessenen Illustrators Peter Kneebone: «Look before you elope». Frei übersetzt, auf den Arbeitsmarkt bezogen: «Drum prüfe, wer sich ewig schindet.» Eine Rezension folgt in Kürze.
Federleicht im Rückwärtsgang
Das Velo wird das Auto ja um Generationen überleben. Man braucht kein Prophet zu sein, um dies zu postulieren. Die Vorteile sind offensichtlich, die Zeit tickt gegen den Motor: Das Zweirad ohne E ist leiser, langsamer und gesünder, um nur drei Argumente zu nennen, die im Stadtverkehr täglich jeden Blechschlitten alt aussehen lassen. Soviel zum Hintergrund. Just zu Helloween erschien heute ein hübscher Retro-Rennbericht im Velojournal. Das muss reichen für den Moment. Abgesehen davon ist auch «native advertising» moralisch völlig unproblematisch, wenn die Schleichwerbung von vorgestern stammt.
Lustiges Lagerleben
Die Auslandschweizer-Organisation ASO feierte auf dem Bundesplatz in Bern kürzlich ihr 100-Jähriges Bestehen. Der Jugenddienst richtete für das Jubiläum ein hübsches Sommerprogramm an, bei dem fast 150 Jugendliche in vier verschiedenen Lagern zwei Wochen lang quer durch die Schweiz zogen. Ich durfte eine kleine Kulturgruppe via Estavayer, Delémont, Aarburg, Luzern, Rütli und Vitznau nach Bern führen. Und wir wurden auf unserem Trip erfreulicherweise praktisch ohne Unterbruch von diversen Massenmedien begleitet. Schön war’s.
