Siehe LNN
Die Young Boys aus Bern haben ja derzeit eine Welle im Schweizer Fussball, aber es gab eine Zeit, da war der FC Luzern Avantgarde. Darüber – im besonderen über die liebreizenden Trikots der Saison 1970/1971 – habe ich fürs Fussballmagazin zwölf #72 einen Text geschrieben. In der gleichen Ausgabe befindet sich ein Legendenspiel vom Postkartenfranz. Die LNN war in jenen Tagen noch nicht Leibchensponsor, und Luzern war meilenweit weg von einem Meistertitel. Aber das ist eine andere Tschuttistory, die bei nächster Gelegenheit erzählt werden soll.
Und – macht das Leben jetzt Sinn?!
Als das Tortelloni Comix Team 2003 das Kultkartenspiel Tönder Taro herausgab, dachten die Macher natürlich von Anfang an konsequent kommerziell. Es gab zur Lancierung ein Online Orakel im Internet – gratis. Und obwohl es den Hashtag #printmatters noch gar nicht gab, zeichnete Samuel Bucheli einen Werbekleber fürs Strapazin. Der ist leider vergriffen. Aber der zeitlose Claim «Tönder Taro – und das Leben macht plötzlich Sinn» funktioniert immer noch. Viele Lebensfragen allerdings erweisen sich tatsächlich als unglaublich tückisch und lösungsresistent. Wie von allem Anfang an prophezeit. Einiges erledigt das Schicksal immerhin von selbst. So ist nach 14 Jahren das Tönder Taro endlich auch beim Billigmoloch erhältlich. Ganz plötzlich.
zum Ersten, zum Zweiten und zum…
Gestern habe ich in der S24 in Zug einen Geigenkasten gefunden. Niemand war mehr im Zug. Also habe ich reingeschaut. Es war eine Kindervioline drin, ein Bogen auch, aber kein Name. So ein Drama! Ich stellte mir das vergessliche Künstlerkind zuhause vor, ohne Geige. Was macht man da? Ich rief den Railservice an. Die rieten mir, den Fundgegenstand am SBB-Schalter abzugeben, was ich auch tat. Ich hoffe schwer, dass die Geige so wieder zum Kind kommt. Sonst taucht sie womöglich im Supermarkt der Fundsachen in Wollishofen auf. Dort komme ich auf der Schnäppchenjagd ab und zu vorbei. Manchmal gibt es den Fundsachenverkauf auch live, an einer Gant. Neulich war ich deshalb für das Magazin CIGAR an der higa in Chur. Als Kontrast besuchte ich auch erstmals eine Kunstauktion. Die soeben erschienene Reportage heisst: Unter dem Hammer.
