Statt einem Adventskalender: ein rollender Selbstversuch
Mit der Arbeit ist es ja so eine Sache: Wer will, kann. Dies sagen jedenfalls die Liberalen. Und Sozis meinen eher: Alle sollen wollen dürfen. Oder wie sehen Sie das? Seit etwa einem halben Jahr trete ich ab und zu als Werbefahrer für die Firma „Working Bicycle AG“ in die Pedale. Da ich sowieso täglich unterwegs bin, rollend zumeist, ist das schwierigste an diesem Job, eine Kampagne zu ergattern. Dies ist mir seit Juni vier Mal gelungen, womit ich summa summarum genau 200 Stutz verdient habe. Brutto, fair enough. Man kann auch ohne Kampagne, quasi gratis, herumfahren und pro Kilometer Treuepunkte sammeln. Davon habe ich bisher 900 gesammelt, womit ich mir nebst dem Schoggibäumli ein „Velo-Lüti“ verdient habe. Herzlichen Dank!
Ein Klappentext für den Fassadentouristen
Mit den Vorbildern und Lieblingsschwagern ist das ja so eine Sache. Einige machen Blödsinn, andere, von denen man viel hält, überholen dich links und rechts, dass es einem schwindlig werden kann. Der Fassadentourist Chrigu Blum gehört zu der zweiten Sorte. Ich zähle ihn zu meinen zwei Lieblingsschwagern und er hat eben sein erstes Buch herausgebracht. Nun ist er also auch Autor, Frotaschist und Mundartkünstler, sowieso, der Polymech aus dem Simmental. Ich bin geehrt, dass ich für Chrigus Buch den Klappentext schreiben konnte und empfehle es hiermit allen zum sofortigen Kauf. Herzlichen Glückwunsch, Chrigu! Und weiter so!
17 Jahre Postcrossing – eine Reflexion vom Franz zu den Vollkosten
Seit dem 19. Dezember 2006 gehöre ich der Postcrossing-Community an. Das Postkartenwesen gehört sicher zu meinen günstigeren Hobbies, wobei es sich auf die Dauer natürlich schon zusammenläppert. Heute Sonntag habe ich mir spontan die realen Auslagen vor Augen geführt, im Sinne einer doppelt geflügelten Buchhaltung. Über den Daumen gepeilt habe ich 2154 Franken und 70 Rappen für Porti und Karten ausgegeben, was einer jährlichen Auslage von ca. 126 Franken 75 entspricht. Horrende Unkosten, könnte man meinen! Aber abgesehen davon, dass ja alles zurück kommt, mit Zins und Zinsenszins, entspricht dies rein zufällig meinem persönlichen Bussenbudget in der Stadt Zureich. Sprich: Mit dem gleichen Betrag könnte ich eine Rotlichtübertretung plus eine einmalige Fahrt im Bus mit Velo ohne Velobillet finanzieren. Also irgendwie scheint trotzdem alles noch im Grünen, nicht? Somit ist die Reflexion auch schon zu Ende, nicht jedoch das Postcrossing, of course.
