Ernsthafte Ernte
Ach, gegen das Kalauern ist kein Kraut gewachsen. Im letzten Eintrag ist mir schier das Wort Urwerk entschlüpft. Ich habe es dann doch korrigiert, weil manche Komik eben deplaciert ist. Nun bin ich aber seit mehr als einem Jahr bei einer seriösen Fachzeitschrift als Redaktor tätig. Dabei ist vornehmlich Sachlichkeit gefragt. Und das Korrekte versteht sich von selbst. Endlich bin ich dazu gekommen, ein paar Müsterchen des ersten Arbeitsjahrs auf diese vernachlässigte Website zu stellen. Die Kostproben sind in den Schubladen Interviews, Porträts und im Archiv. Als Erntedank.
Die Ignoranten ignorieren ihr Ablaufdatum
Es ist zu einem traurigen Running Gag verkommen, dass der Autor der Ignoranten die Deadlines des Nebelspalters eher satirisch interpretiert. Nun aber ist in den Sommerferien etwas Überraschendes geschehen: Die totgeglaubte Serie der Ignoranten, die seit Herbst 2013 Monat für Monat wie ein Uhrwerk aus der primitiven Schweiz erscheint, erhielt unverhofft eine Verlängerung. Früher sagten wir dem das Armenseelenlicht. Der 40. Ignorant in der aktuellen Ausgabe heisst mit Nachnamen Meier-Mengele und sieht aus wie ein Krokodil. Nach dem heutigen Wissensstand ist es nicht der letzte Ignorant, das Reservoir scheint unerschöpflich.
Guete Tag, Guete Tag!
Man kann natürlich jeden Tag x-mal eine neue Platte auflegen. Andererseits gibt es Phasen im Leben, wo man immer wieder die gleiche Melodie spielt. Die Kleinkinderphase ist so eine, und dann ist man als Elternteil mitunter froh um etwas Abwechslung in der Küche. Wer Schweizer Kinderlieder aus den 1970ern hören möchte, als Kontrapunkt zu den Schwiizergoofe vom Coop und diesen Kinderpunkbands, die nicht aufhören können, dem sei das zeitlose Werk «Guete Tag, Guete Tag» empfohlen. Ich war mit meiner grossen Schwö im Mai 1975 auf der Rückseite der Schallplatte abgebildet. Die Originalaufnahmen sind seit kurzem als CD erhältlich. Wo? Nur bei Mama!
