Die Ignoranten ignorieren ihr Ablaufdatum
Es ist zu einem traurigen Running Gag verkommen, dass der Autor der Ignoranten die Deadlines des Nebelspalters eher satirisch interpretiert. Nun aber ist in den Sommerferien etwas Überraschendes geschehen: Die totgeglaubte Serie der Ignoranten, die seit Herbst 2013 Monat für Monat wie ein Uhrwerk aus der primitiven Schweiz erscheint, erhielt unverhofft eine Verlängerung. Früher sagten wir dem das Armenseelenlicht. Der 40. Ignorant in der aktuellen Ausgabe heisst mit Nachnamen Meier-Mengele und sieht aus wie ein Krokodil. Nach dem heutigen Wissensstand ist es nicht der letzte Ignorant, das Reservoir scheint unerschöpflich.
Guete Tag, Guete Tag!
Man kann natürlich jeden Tag x-mal eine neue Platte auflegen. Andererseits gibt es Phasen im Leben, wo man immer wieder die gleiche Melodie spielt. Die Kleinkinderphase ist so eine, und dann ist man als Elternteil mitunter froh um etwas Abwechslung in der Küche. Wer Schweizer Kinderlieder aus den 1970ern hören möchte, als Kontrapunkt zu den Schwiizergoofe vom Coop und diesen Kinderpunkbands, die nicht aufhören können, dem sei das zeitlose Werk «Guete Tag, Guete Tag» empfohlen. Ich war mit meiner grossen Schwö im Mai 1975 auf der Rückseite der Schallplatte abgebildet. Die Originalaufnahmen sind seit kurzem als CD erhältlich. Wo? Nur bei Mama!
Minimale Müsterchen
Im Warenhaus der Ideen wechselt das Sortiment sekündlich. Deshalb gibt es auf der Plattform spoken-word.ch ein unverderbliches Album mit fünf Pralinen. Nur für kurze Zeit, möchte man marktschreierisch dazu flüstern, denn das Mini Megapack hat eine Gesamtdauer von genau 3’45“. Der Jahrgang stimmt übrigens, und es gilt: Zufriedenheit oder Geld zurück.
