Die Gartenpost pendelt
Wie meine treuen Leserinnen und Leser wissen, verstosse ich gern subtil gegen gängige Konventionen, ohne dabei das Gesetz zu ritzen. Letzteres ist mir sehr wichtig. Deshalb versuche ich nun, in einem einzigen Satz alles nachzuholen, was ich über die langen Sommerferien versäumt habe und darin sage und schreibe sieben Neuigkeiten miteinander unterzubringen, ohne sie einzeln an die grosse Glocke zu hängen, voilà. Alles klar? Es bleibt spannend und es geht weiter.
«Vive la Ferienreich!»
Zum heutigen 14. Juli gäbe es natürlich ein paar Frankreichgeschichten zu erzählen. Von Zidane und Thuram vielleicht, oder unvergesslich, auch eine Fernseherinnerung: Platinis verschossener Penalty von 1986, als er für einen Moment nonchallant meinte, er müsse die Brasilianer auf ihre Art bezwingen. Doch Platini hat ja unterdessen mit Fussball ebensowenig zu tun wie Lula mit Politik. Also keine Fussballgeschichten, nur zwei Kurzmeldungen: Im Juli ist mir im Traum Die 29. Ignorantin erschienen. Und das erste Legendenspiel im Fussballmagazin zwölf. Das gibt es übrigens nur echt auf Papier zu kaufen, am Kiosk oder als Abo.
Hooligans von gestern
Der Titel setzt in der Rubrik «Die Ignoranten» im Nebelspalter ja oft die Tonart. Das ist auch beim Bloggen nicht anders, und die Tonart ist im aktuellen Nebi melodramatisch. «Wir sehen uns noch», säuselt der Ignorant «UUU» in dicken Lettern von der Überschrift herab. Denn der Ignorant hat natürlich gern Fussball. Für einmal ist der Sport aber nur die schönste Nebensache der Welt. Das Augenmerk gehört hauptsächlich dem Drumherum des Nachspiels. Deshalb: E Guete!
